Aktuelles aus Paunzhausen

ILE Kulturraum Ampertal

Es tut sich einiges im Ampertal
ILE Kulturraum Ampertal stellt eine Geschäftsführerin ein - neuer Wind für ein altes Projekt


Eine ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) ist ein Zusammenschluss von Gemeinden, wel-che interkommunal zusammenarbeiten möchten. Im Ampertal im nördlichen Landkreis Frei-sing arbeiten seit 2006 mittlerweile 12 Kommunen auf freiwilliger Basis in dieser Form zu-sammen. Grundlage dafür ist ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK), geför-dert durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern.
Rechtlich geregelt wurde die freiwillige Zusammenarbeit der ILE-Gemeinden Allershausen, Attenkirchen, Fahrenzhausen, Haag a.d. Amper, Hohenkammer, Kirchdorf a.d. Amper, Kranzberg, Langenbach, Paunzhausen, Wolfersdorf, Zolling und der Stadt Freising mit der Gründung des eingetragenen Vereins „Kulturraum Ampertal“.
Von den zwölf Gemeinden der ILE „Kulturraum Ampertal“ sind elf als „Allgemeiner ländlicher Raum“ einzustufen. Die zwölfte Gemeinde ist die Große Kreisstadt Freising mit knapp 48.000 Einwohnern. Im Gesamtgebiet leben ca. 87.500 Menschen.
Bislang hat Konrad Springer die Fäden der ILE gezogen. Seit Mitte September hat die ILE Kulturraum Ampertal mit Nina Huber eine hauptamtliche Geschäftsführerin eingestellt. Die Allershausenerin ist jetzt Ansprechpartnerin für alle Themen rund um die ILE, setzt sich inten-siv mit Themenbereichen wie Mobilität und Energie auseinander und versucht interkommuna-le Lösungen zu finden und umzusetzen. Das Ziel der ILE ist es ein gemeinsames Wirken von Akteuren aus der Region zu erreichen und dadurch resiliente Lösungen für ländliche Räume zu schaffen, um den zukünftigen Herausforderungen gelassen entgegenblicken zu können.
Ihre Stelle wird zu 75% vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert, 25% der Stelle werden durch die 12 ILE-Gemeinden finanziert.

Die Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal startet in die Umsetzungsphase
Ein weiterer, neuer Baustein der ILE Kulturraum Ampertal ist die Öko-Modellregion. Nach fast einem Jahr Arbeit und einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren konnte sich der Kulturraum Ampertal gegen knapp 25 bayerische Mitbewerber durchsetzen und gehört zu den 15 neuen Öko-Modellregionen in Bayern.
Insgesamt gibt es nun 27 Öko-Modellregionen, welche einen wichtigen Bestandteil des Lan-desprogramms BioRegio 2020 darstellen. Das bayerische Landwirtschaftsministerium setzte sich das Ziel, bis 2020 den ökologischen Landbau und vor allem auch den Absatz der daraus entstehenden Produkte in den ländlichen Räumen Bayerns zu stärken. Damit soll die beste-hende Nachfrage mit heimischen Erzeugnissen gedeckt werden, anstatt sie zu importieren. Das birgt Vorteile für die regionale Wirtschaft und Einkommensalternativen für Landwirte und Lebensmittelhandwerker, die vom Strukturwandel betroffen sind - ohne dabei mit der beste-henden Landwirtschaft in Konkurrenz zu treten.
Seit 2014 fungieren Öko-Modellregionen im Sinne des bayerischen Landwirtschaftsministeri-ums in diesen Bereichen als Vorbild. Nun darf sich das Ampertal einreihen und ebenfalls vor-bildlich voranschreiten. Dabei werden die Kommunen der ILE mit Fördergeldern des Land-wirtschaftsministeriums unterstützt, um eine Koordinationsstelle einzurichten.
Für diese Aufgabe wurde Anfang November Theresa Hautzinger eingestellt. Die gebürtige Altöttingerin lebt seit 2015 im Lkr. Freising und beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit Öko-Modellregionen und seit nun über einem Jahr intensiv mit dem Ampertal. Sie war intensiv an der Bewerbung des Kulturraum Ampertals als Öko-Modellregion beteiligt. Genau wie bei der ILE-Personalstelle wird auch hier der Großteil der Kosten vom bayerischen Staat getragen (75% Förderung, 25% Eigenanteil der ILE).
Ihre Aufgabe ist es nun, Landwirte, Lebensmittelhandwerker und weitere Akteure in der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal durch Beratung, Vernetzung und Zugang zu Fachinforma-tionen bei der Verwirklichung ihrer Projektideen zu unterstützen. Bürgerinnen und Bürger werden durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und vielfältige pädagogische Angebote über die Lebensmittelerzeugung in ihrer Region informiert und Kommunen erhalten Mithilfe bei ihrer nachhaltigen Entwicklung und dem Erhalt des eigenständigen Charakters des Kulturraums Ampertal in direkter Nachbarschaft zur Metropole München. So soll die Arbeit der Öko-Modellregion der gesamten Region zugutekommen.

Nina Huber und Theresa Hautzinger haben ihre Arbeitsplätze im Rathaus in Kirchdorf an der Amper bezogen und stehen für Fragen oder nähere Informationen gerne zur Verfügung.

Nina Huber
Geschäftsführerin ILE Kulturraum Ampertal
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08166/6769-90

Theresa Hautzinger
Projektmanagerin Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal
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08166/6769-91

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